Es raschelt, zwitschert und knistert in den Österreichischen Wäldern – aber nicht mehr lang. Denn unseren kleinen Waldbewohnern wird durch Pestizide, die verringerte Vielfalt von Flora und Fauna sowie Temperaturschwankungen das doch recht kurze Leben sehr schwer gemacht. Sie verlieren ihren Lebensraum und dadurch auch viele ihrer Artgenossen. Um dem also mittlerweile nur mehr kleinen Krabbeln in Österreich wieder auf die Beine zu helfen, wird mit dem Projekt „Das i-Tüpfelchen“ mittels Briefmarken auf dieses Thema hingewiesen.

briefmarken
Für die Briefmarken wurden zunächst vier verschiedene heimische Käfer illustriert. Diese sollten dabei sehr abstrakt und dennoch detailliert genug sein, um den jeweiligen Käfer einfach zu erkennen. Jedem Insekt wurde dabei eine bestimmte Farbe zugewiesen. Die Neon-Leuchtfarben sollen dabei nicht nur optisch ins Auge fallen, sondern mit allen Mitteln auf das Sterben der kleinen Waldbewohner aufmerksam machen.
briefpapier
Schreiben, falten, senden – Nachrichten und Fotos können dem Briefpapier beigelegt werden, denn durch das Zusammenfalten bildet sich ein eigenes Kuvert, das den gesamten Inhalt heil ans Ziel bringt. So kann schnell und einfach eine Botschaft an Freunde oder Familie geschickt und auf das Insektensterben in Österreich aufmerksam werden.
animation
Um ein klares Bild des gewünschten Endergebnisses zu haben, wurden Ideen, Entwürfe und Bewegungsabläufe der Käfer zunächst mit einem Storyboard veranschaulicht. Auch für die Animation werden die grellen Neonfarben für den Hintergrund eingesetzt, um ein einheitliches Gesamtbild für das Projekt zu schaffen. Die Käfer werden zunächst vorgestellt (Detailaufnahmen), erwachen zum Leben und eilen dann panisch durchs Bild. Mithilfe von bündigen Fakten soll der Betrachter die Informationen zum Insektensterben schnell aufnehmen können. Das visuelle Gegenstück dazu wird durch die darauffolgende „Zerstörung“ der Käfer geboten (Insekt wird in Einzelteile zerlegt). Als Audio für die Animation wird „Infernal Galop (Can Can)“ von Jaques Offenbach verwendet. Die flotte und heitere Musik soll darauf verweisen, dass das Problem des Insektensterbens oftmals beschönigt dargestellt und von vielen Menschen nicht ernst genommen wird. Dadurch bildet die fröhliche Melodie bewusst einen starken Kontrast zum doch sehr ernsten Thema. Der schnelle Rhythmus soll auf das unaufhaltsam fortschreitende Aussterben der Käfer verweisen und unterbewussten Stress im Zuseher auslösen.
social media und webseite
Auch wurde ein Konzept für einen Social Media Account (Instagram) erstellt, um so vor allem ein jüngeres Publikum mit dem Projekt anzusprechen. Hier werden Fakten geteilt und in regelmäßigen Abständen Fotos anderer Nutzer geteilt, um die Interaktion mit den Followern zu stärken. Im passenden Design ist auch eine Website gestaltet worden, die Interessierte nochmals zur Thematik aufklären soll.
Fiktives Projekt in Zusammenarbeit mit Hannah Pömer.